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IG Metall Ausbildungsbilanz 2011
Chancen von Frauen auf eine betriebliche Ausbildung gering
Vom Aufschwung am Ausbildungsmarkt konnten 2011 nur die männlichen Jugendlichen profitieren. Die Zahl der mit ihnen abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg um 12.900 (+4,0%), während die mit den weiblichen Jugendlichen neu begründeten Ausbildungsverhältnisse um 2.700 bzw. -1,2% sank. Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort: Bei den jungen Frauen gab es in den letzten Jahren einen Vertragsrückgang.
2011 war der Anteil der Ausbildungsverträge, der mit jungen Frauen geschlossen wurde mit 40,7% so niedrig war wie noch nie seit 2002.
Wie die Differenzierung nach Berufsfeldern zeigt, war die negativere Vertragsentwicklung bei den jungen Frauen vor allem auf die Dienstleistungsberufe zurückzuführen. Während die jungen Männer deutlich häufiger als im Vorjahr in diese Berufe einmündeten (+6.800 bzw. +5,9%), sank die Zahl der jungen Frauen, mit denen in diesen Berufen neue Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden um 2.900 bzw. 1,4%.
Die zwischen den beiden Geschlechtern gegenläufige Entwicklung war sowohl bei den Berufen des Verkaufs (+200 Verträge bei den jungen Männern vs. -900 bei den jungen Frauen), des Banken- und Versicherungssektors (+800 vs. -400) als auch bei den Büroberufen (+1.200 vs. -500) zu beobachten. In den technischen Berufen und in den Fertigungsberufen konnten die weiblichen dagegen wie die männlichen Jugendlichen Vertragszuwächse verbuchen, auch wenn diese nicht so hoch wie bei den jungen Männern ausfielen.
Forschungen zeigen, dass den jungen Frauen die übermäßige Konzentration der Berufswünsche zum Verhängnis wird. Bei den typischen Frauenberufen ist die Bewerberkonkurrenz sehr groß und Ausweichoptionen scheinen nicht mehr möglich zu sein.
Mehr dazu, sowie die vollständige Ausbildungsbilanz gibt es im Bildungs-Portal für Mitglieder der IG Metall.
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