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Hirnforschung ohne Rollenklischees
Die Sache mit dem Einparken
07.12.2011 | Die moderne Hirnforschung sieht mögliche Begabungen von Frauen und Männern nicht mehr als biologisch vorgegeben und damit unveränderbar an. Viele Studien stellen noch nicht einmal Geschlechterdifferenzen fest.
„Seit mehr als 100 Jahren werden Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Gehirn gesucht - und angeblich gefunden“, so Sigrid Schmitz. Scheinbar natürliche Begabungen von Frauen für Sprache oder von Männern für Mathematik sollen die Eignung für bestimmte Berufsfelder erklären. Doch die Befundlage ist sehr widersprüchlich, stellt die Biologin und Professorin für Gender Studies an der Universität Wien fest.
Während ihres Vortrags auf der diesjährigen Gleichstellungstagung der Hans-Böckler-Stiftung zeigte sie auf: Auch die Naturwissenschaften gewinnen ihre Erkenntnisse nicht völlig wertfrei. Gesellschaftliche Vorstellungen über die Geschlechter beeinflussen ihre Arbeitsweisen, Methoden und Interpretationsvorgänge.
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