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IG Metall Gewerkschaftstag

Kampf um die Gleichberechtigung

13.10.2011 | In seinem Zukunftsreferat auf dem 22. ordentlicher Gewerkschaftstag, in Karlsruhe, sagte der wiedergewählte Vorsitzdende, Berthold Huber: „Der Kampf um die Gleichberechtigung hat sich nicht erledigt.“

„Noch immer werden Frauen schlechter bezahlt als Männer – und das teilweise massiv. Es ist auch nicht hinnehmbar, dass überwiegend Frauen in Mini- und Teilzeitjobs abgedrängt werden.

Frauen bekommen auch weniger Chancen, sich weiterzubilden. Das behindert ihr berufliches Fortkommen. Hier sind wir gefordert, auch in den Betrieben.

Wichtig sind Arbeitszeiten, die Beruf und Familienleben möglich machen. Dazu gehören aber auch genügend Plätze in Kindertagesstätten.

Ohne diese Bedingungen werden Frauen gegen ihren Willen auf die Rolle von Zu-Verdienerinnen reduziert. Sie haben einen Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben und wollen das auch. Das gilt auch und gerade für Alleinerziehende.

Und, Kollegen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht nicht nur die Kolleginnen an. Auch die Pflege von Angehörigen ist kein Frauenthema. Das geht uns Männer genau so an.

Ich will mit aller Klarheit sagen: Ob Frauen sich durch Erwerbsarbeit eine eigenständige und gleichberechtigte Existenz sichern können – das ist in meinen Augen eine Nagelprobe dafür, wie ernst wir unsere Forderung nach einer gerechten und solidarischen Gesellschaft nehmen. Nicht mehr und nicht weniger!“

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