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Betriebsrätebefragung der IG Metall
Work-Life-Balance. Schönen Worten müssen Taten folgen
30.08.2011 | Um authentische und valide Kenntnisse über die Bedeutung des Themas „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in den Betrieben in ihrem Zuständigkeitsbereich zu bekommen, hat die IG Metall eine Befragung durchgeführt, an der sich über 4.000 Betriebsräte beteiligt haben.
Die Ergebnisse im Überblick:
- Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine große Herausforderung in den Betrieben und wird entgegen aller Behauptungen unzureichend von den Arbeitgebern bearbeitet.
- Betriebsräte und Belegschaften erfahren zu wenig Unterstützung von den Arbeitgebern; mehr als die Hälfte der Betriebsräte wird in der Frage alleingelassen.
- Die Initiative zur Beschäftigung mit dem Thema ging in 65 % der Fälle vom Betriebsrat oder dem Vertrauenskörper aus, in weiteren 28 % von einzelnen Beschäftigten oder Beschäftigtengruppen aus. Nur in 7% der Fälle haben Firmenleitung oder Personalabteilungen den Anstoß gegeben. Ein Betriebsrat hat es auf den Nenner gebracht: „Der Arbeitgeber zieht nicht mit“.
- Im Zentrum stehen Arbeitszeitfragen. Dabei geht es nicht um flexible Arbeitszeitregelungen zugunsten der Maschinenlaufzeiten, sondern um Zeitsouveränität für die Beschäftigten.
- Auch Fragen der Kinderbetreuung und zunehmend das Thema Pflege von Angehörigen werden in den Betrieben thematisiert. Ergebnis einer Politik, die die sozialpolitischen Aufgaben des Staates ungenügend wahrnimmt.
- Diskriminierend sind die Bedingungen für Leiharbeitnehmer. Nur in Ausnahmefällen gelten für sie die beim Entleiher vorhandene Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
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