Inhalt

Gleichstellungsbericht

Neue Wege - gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf

30.05.2011 | Zentrales Ergebnis der Diskussion zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mit 150 Fachleuten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden: Deutschland hat großen Nachholbedarf in Sachen Chancengleichheit und Gleichstellung von Frauen und Männern.

Auf Einladung der Sachverständigenkommission und der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt diskutierten am 19. Mai in Bonn 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden die wichtigsten Probleme und Herausforderungen einer zukunftsweisenden Gleichstellungspolitik in Deutschland.

Grundlage der Diskussion ist das von der Sachverständigenkommission erarbeitete Gutachten „Neue Wege - gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“, das zum ersten Mal eine umfassende Bestandsaufnahme der Gleichstellung in Deutschland liefert. Gemeinsam mit einer derzeit fertigzustellenden Stellungnahme der Bundesregierung wird das Gutachten im Sommer als Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vom Kabinett verabschiedet.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Bonn zeigten sich begeistert von der umfassenden und innovativen Analyse des Gutachtens. Einhelliger Tenor: Deutschland spielt seit Jahren in Gleichstellungsfragen nur im Mittelfeld der Industrienationen, weit hinter vielen europäischen Nachbarn.

In ihrem gut 300 Seiten umfassenden Gutachten sprechen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter anderem dafür aus, Minijobs abzuschaffen, Unternehmenskulturen zu verändern, Geschlechterquoten für Frauen in Führungspositionen einzuführen sowie die Situation in der privaten Pflege zu verbessern.

Deutschland hat Nachholbedarf in Sachen Chancengleichheit „Der Weg zu echter Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern ist in Deutschland noch weit“, so Prof. Dr. Ute Klammer, Vorsitzende der Sachverständigenkommission. Das könne sich Deutschland jedoch nicht länger leisten. „Gleichstellung muss Bestandteil moderner Innovationspolitik sein, denn sie birgt erhebliches wirtschaftliches Potenzial“, so Klammer. „Die Nutzung aller Talente und die Erwerbstätigkeit von Frauen machen unsere Gesellschaft leistungsfähiger und stabilisieren das Sozial- und Steuersystem.“

Notwendig ist eine ganzheitliche Perspektive, die verschiedene Lebensentwürfe unterstützt und den gesamten Lebensverlauf von Frauen und Männern in den Blick nimmt. Erst mithilfe des Lebensverlaufsansatzes werden die späteren Folgen von einmal getroffenen Entscheidungen sichtbar. „Mit diesem Konzept sind wir selbst den skandinavischen Ländern voraus“, so eine Teilnehmerin in Bonn.

Mitveranstalter Prof. Dr. Werner Sesselmeier, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt, gratulierte: „Das Gutachten ist ein großer Erfolg“, und war sich einig mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission, Prof. Dr. Ute Klammer: „Nun müssen aber Taten folgen.“

Trackbacks

Trackback-URL für diesen Eintrag

  1. Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

BBCode-Formatierung erlaubt

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!

Kontakt

IG Metall

Themen

DGB et al.

Netzwerk